Mittelstand stärken, Arbeitsplätze sichern und Existenzgründungen erleichtern

Reichartshausen | 16. Juni 2015

FDP_Besuch_IMG_7120

Auf Einladung der FDP Reichartshausen besuchte Dr. Hans-Ulrich-Rülke, Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion im Landtag, zwei innovative Unternehmen in Reichartshausen.

Zunächst besichtigte Rülke, begleitet von Landtagskandidat Michael Westram und dem Ortsvorsitzenden Patrick Klein, das Unternehmen FORMTECHNIK Dr. Hasel. Dabei gab Geschäftsführer Walter Lutz einen Einblick hinter die Kulissen des traditionsreichen Familienbetriebs. FORMTECHNIK Dr. Hasel produziert Kunststoffteile, die sich später in Autos und Elektrowerkzeugen namhafter Hersteller wiederfinden. Durch einen hohen Automatisierungsgrad und präzise Qualitätsarbeit kann sich das Unternehmen im weltweiten Wettbewerb behaupten. Mit etwa 150 Mitarbeitern ist FORMTECHNIK Dr. Hasel der größte Arbeitgeber in Reichartshausen.

Im Rahmen der Besichtigung machte Lutz deutlich, dass er einen stetig wachsenden Bürokratieaufwand feststelle. So führe beispielsweise der Mindestlohn zu einer wesentlich höheren Dokumentationspflicht. Langfristig könne dieser wachsende Verwaltungsaufwand insbesondere mittelständige Unternehmen zu Fusionen zwingen und letztlich Arbeitsplätze kosten. Hans-Ulrich Rülke bestätigte diesen Eindruck und verdeutlichte: „Insbesondere im Bundestag fehlt aktuell ein Gegengewicht, dass den wichtigen Mittelstand stärkt und auf eine Sicherung der Arbeitsplätze achtet.“

Besondere Bedeutung hatte für Rülke auch der Besuch des Unternehmens DEKOBACK. Das im Jahr 2009 gegründete Startup-Unternehmen aus Reichartshausen ist ein dynamisches Handelsunternehmen mit über 75 Mitarbeitern. Kernkompetenz ist die Herstellung und der Vertrieb von Dekorationsartikeln im Kuchen- und Tortensegment.

In seiner Unternehmenspräsentation berichtete Geschäftsführer und Mitbegründer Sascha Hohl, dass man ganz klein angefangen habe. Zu Beginn seien einige Ikea-Regale ausreichend gewesen, mittlerweile beliefere man europaweit zahlreiche bekannte Lebensmittelketten und fülle ganze Hallen mit Hochregalen. Ein solch schnelles Wachstum sei für einen Existenzgründer nicht immer einfach. Für Rülke spielten daher insbesondere die Anliegen und Bedürfnisse der DEKOBACK-Gründer eine wichtige Rolle. Sascha Hohl merkte an, dass er sich eine zentrale Anlaufstelle für junge Existenzgründer wünsche. Die Hürden an Formalien und Rechtsgrundlagen seien sehr hoch und führen daher oftmals zum Scheitern der Gründung. Viele innovative Ideen gingen hierdurch verloren.

Rülke versprach, diese Anliegen in den Landtag zu tragen und fasste abschließend zusammen: „Es ist beeindruckend, welch innovativer Geist in Reichartshausen herrscht. Unbestritten ist das Ziel der Freien Demokraten den Mittelstand zu stärken, Existenzgründungen zu erleichtern und letztlich für sichere Arbeitsplätze zu sorgen.“

Freie Demokraten möchten mit besserer Bildung und der Stärkung des ländlichen Raums punkten

Landespolitik | 27. April 2015

Im Wahlkreis Sinsheim haben die Freien Demokraten am vergangenen Freitag Michael Westram als Landtagskandidat und Patrick Klein als Ersatzkandidat für die Landtagswahl 2016 nominiert.

 

Bei der Wahlkreiskonferenz in Sinsheim stellte der 55-jährige Betriebswirt Michael Westram als Schwerpunkt seiner politischen Tätigkeit insbesondere die Bildungspolitik dar. So skizzierte Michael Westram in seiner Rede, dass die Freiheit des Einzelnen sein politischer Kompass sei. „Weniger Staat, dafür mehr Freiheit und Verantwortung für die Bürger“, sagte Westram.

image

Insbesondere im Bildungsbereich möchte sich Westram für gleiche Startchancen einsetzen. Das bedeutete aber nicht, dass es garantierte Ergebnisse geben solle. Schließlich komme es auch auf die Leistung des Einzelnen an. Es liege dann in seiner persönlichen Verantwortung, was er aus den gleichen Startchancen mache. Außerdem versicherte Westram, dass er die Reformen der grün-roten Landesregierung nicht rückgängig machen möchte. Priorität hat für den Ortschaftsrat aus Hoffenheim, dass alle Schularten gleiche Bedingungen haben, um den Schülern und Eltern die Wahlfreiheit zu geben.

 

Bei der Abstimmung wurde Michael Westram einstimmig als Kandidat gewählt. Dies gilt auch für den als Ersatzkandidat vorgeschlagenen Patrick Klein. Der Gemeinderat aus Reichartshausen unterstrich in seiner Bewerbung, dass er sich insbesondere um die Entwicklung des ländlichen Raums im Wahlkreis Sinsheim kümmern wolle. „Wir müssen der Jugend mehr Chancen und bessere Perspektiven im ländlichen Raum bieten.“ Schließlich werde die Entwicklung der Bevölkerung den Kreis vor neue Aufgaben stellen: „Abseits von den großen Wirtschaftsräumen wird es immer schwieriger Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Dies gilt sowohl für Unternehmen als auch für kommunale Einrichtungen. Daher müssen wir ein Konzept entwickeln, dass unsere Jugend in der Region hält, für eigene Existenzgründungen begeistert und an unsere Unternehmen bindet.“

 

Zum Abschluss der Wahlkreiskonferenz gratulierte der Kreisvorsitzende Hendrik Tzschaschel beiden Kandidaten zu ihrer Wahl. Er sieht die Freien Demokraten im Kreis Sinsheim für die Landtagswahl sehr gut aufgestellt und zeigt sich sicher, dass sie ein sehr gutes Ergebnis erreichen werden.